Der Winzling verschwindet fast in Christine Meiers Hand. Vielleicht vier Zentimeter gross ist er und keine drei Gramm schwer. Nur ein hohes Fiepen ist von dem jungen Fledermäuserich zu hören. Meier streckt ihm behutsam eine Pipette mit Welpenmilch entgegen, und der Kleine frisst. Sehr zur Freude seiner vorübergehenden Mama.

Seit rund zwei Jahren führt Meier auf dem Hof der Familie in Hellikon eine Fledermausstation. Hier können Findlinge jedes Alters abgegeben werden. Manchmal sind es ausgewachsene Tiere, die bei Unfällen, Begegnungen mit Katzen oder Baumfällungen verletzt wurden. Manchmal sind die Fledermäuse geschwächt vom langen Winterschlaf. Ganz egal, was passiert ist: Meier tut ihr Bestes, um die Tiere gesundzupflegen und dereinst wieder in die freie Wildbahn entlassen zu können.

Text: © Nadine Böni, Aargauer Zeitung